Rückf?lle im Blick: Verlaufskontrolle kindlicher Hirntumoren
Innovative Liquid-Biopsy-Strategien aus Augsburg zur ?berwachung aggressiver Hirntumoren im Kindesalter
Ein neues Forschungsprojekt der Universit?t Augsburg untersucht Tumorzellen im Nervenwasser von Kindern mit aggressiven Hirntumoren. Mithilfe moderner Sequenzierverfahren soll eine pr?zisere Früherkennung und ?berwachung von Rückf?llen erm?glicht werden. Das Vorhaben wird vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung gef?rdert. ? Aggressive Hirntumoren geh?ren zu den schwersten Krebserkrankungen im Kleinkindesalter. Sie sind selten, für die betroffenen Familien jedoch existenziell. Ein gro?es Problem in der Behandlung: Rückf?lle nach der Operation, Rezidiv genannt, sind h?ufig. ?Wir vermuten, dass einzelne Tumorzellen im Gehirn oder im Nervenwasser zurückbleiben“, erkl?rt Dr. Pascal Johann, Professor für Experimentelle P?diatrie an der 新万博体育下载_万博体育app【投注官网】izinischen Fakult?t der Universit?t Augsburg und Oberarzt für Kinderonkologie in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universit?tsklinikums Augsburg. ?Bislang lassen sie sich aber noch nicht zuverl?ssig nachweisen.“ Erste Vorarbeiten zeigen, dass dies auch im Nervenwasser funktioniert. Nun sollen diese Ans?tze systematisch weiterentwickelt und klinisch belastbare Grenzwerte definiert werden, die künftig therapeutische Entscheidungen unterstützen k?nnten.
E-Mail:
pascal.johann@uk-augsburguk-augsburg.de ()
E-Mail:
corina.haerning@presse.uni-augsburgpresse.uni-augsburg.de ()
Hier setzt das Forschungsprojekt TRACE an, an dem die Universit?t Augsburg im Rahmen des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) beteiligt ist und das Pascal Johann leitet. Ziel ist es, Tumorzellen und Tumor-DNA im Nervenwasser, dem Liquor, mithilfe moderner molekularer Verfahren zu finden und pr?zise zu analysieren. Zum Einsatz kommen unter anderem Einzelzell-Sequenzierungen und die innovative Nanopore-Technologie. So wollen die Forschenden das genetische und zellul?re Profil der Tumorzellen entschlüsseln und Marker identifizieren, mit denen sich übrig gebliebene Tumorzellen künftig sensibler überwachen lassen.
?Bislang bleibt zur Verlaufskontrolle im Wesentlichen nur das MRT. Mit der sogenannten Liquid Biopsy aus dem Liquor hoffen wir, deutlich feinere Methoden zu etablieren, um ein Wiederauftreten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen“, sagt Johann. Bei der Flüssigbiopsie werden mit einer einfachen Blutentnahme zirkulierende Tumorzellen oder Bestandteile ihres Erbguts nachgewiesen, die dann untersucht werden und Auskunft über die genomischen Ver?nderungen des Tumors geben k?nnen.Personalisierte Therapieans?tze
Langfristiges Ziel ist es, personalisierte Therapieans?tze zu verbessern und Rückf?lle früher zu erkennen. Mit der Analyse der Tumor-Zellen und ihrer DNA lassen sich m?gliche Schwachstellen der Tumoren für gezielte Therapien ausnutzen.
TRACE ist zun?chst auf zwei Jahre angelegt und wird mit insgesamt 490.000 Euro gef?rdert. Beteiligt sind vier Standorte des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung. Die Augsburger Gruppe bringt ihre Expertise in der molekularen Charakterisierung p?diatrischer Hirntumoren ein, hier wird unter anderem eine Promotionsstelle finanziert.
Bereits bestehende Biobank-Strukturen und ein bayernweites Netzwerk kinderonkologischer Zentren erm?glichen es, Proben retrospektiv auszuwerten und gleichzeitig neue Patientinnen und Patienten prospektiv einzubeziehen.
Wissenschaftlicher Kontakt
新万博体育下载_万博体育app【投注官网】ienkontakt